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Feuerwehr informiert


Wehrführung

 

Bürstadt 27.03.2018

Neues Feuerwehrduo Simon Lambrecht und Christian Schembs spricht über seine Pläne

BÜRSTADT - Bei der Hauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr wurde Simon Lambrecht in geheimer Wahl neuer Wehrfrüher der Bürstädter Brandschützer. Sein Stellvertreter ist Christian Schembs. In einem Interview gibt das neue Führungsduo Auskunft über seine Aufgaben und die Situation bei der Bürstädter Feuerwehr. Hat dort eine neue Ära begonnen?

Herr Lambrecht, Herr Schembs, herzlichen Glückwunsch zur Wahl. Kam das überraschend für Sie?

Lambrecht: Eigentlich nicht. Wir haben vorher im Wehrausschuss darüber gesprochen. Da ich ohnehin schon Vertreter von Burkhard Jakob als Wehrführer war, hatte ich mich bereit erklärt sein Amt zu übernehmen.

Schembs: Auch ich war im Wehrausschuss und habe mich daher gern als Stellvertreter von Simon beworben.

Herr Lambrecht ist es richtig, dass Sie Feuerwehrmann durch und durch sind?

Lambrecht: Das kann man so sagen. Ich bin mit zehn Jahren zur Feuerwehr gekommen und habe später die Leistungsspange gemacht. (Anmerkung: Die Leistungsspange ist die höchste Auszeichnung für ein Mitglied der Deutschen Jugendfeuerwehr). Mit 17 bin ich dann aktiver Feuerwehrmann geworden. Ich habe zahlreiche Lehrgänge durchlaufen, insbesondere in Kassel, wo ich auf Führungsaufgaben vorbereitet wurde. Ich bin zwar gelernter Kfz-Mechaniker, bin aber vor sieben Jahren zur Werksfeuerwehr bei Freudenberg in Weinheim gewechselt.

Wo sehen Sie den Schwerpunkt Ihrer künftigen Arbeit in der Wehrführung?

Lambrecht und Schembs: Natürlich ist und bleibt der Einsatz das A und O. Dann haben wir eine ganze Reihe administrativer Arbeiten, damit es bei der Feuerwehr läuft. Gravierend ändern werden wir nichts, warum auch? Das eine oder andere vielleicht dann, wenn wir in unseren neuen Ämtern etabliert sind.

Haben Sie Erfahrungen gemacht mit zugeparkten Straßen, in denen die Feuerwehr nicht durchkommt?

Schembs: Das Problem haben wir öfters in Bürstäder Seitenstraßen. Wir waren kürzlich mit dem Ordnungsamt unterwegs, das uns diesbezüglich angesprochen hat und haben relevante Straßen durchfahren. Dabei wurden Leute aus den Häusern gerufen und sind sensibilisiert worden.

Lambrecht: Es raubt unheimlich viel Zeit, wenn wir im Ernstfall langsam fahren müssen, um zum Einsatzort zu kommen.

Wie ist der Ausrüstungsstand bei der Bürstädter Feuerwehr?

Lambrecht: Wir sind auf einem sehr guten Stand, denn die Stadt unterstützt mit Ausrüstungsgegenständen und Ersatzbeschaffung. Die Gerätewarte sind bei uns auf dem besten Stand und halten die Geräte in Schuss. Das gilt auch für die Atemschutzgeräte.

Ist denn die nötige Tagesalarmsicherung in Bürstadt vorhanden?

Schembs: Im Moment haben wir da keine Probleme. Zu Engpässen kann es bei den Schichtwechselzeiten kommen, da eine Reihe unserer Aktiven auf Schichtarbeit ist. Die Einsatzfähigkeit der Wehr ist aber gegeben, da eine enge Zusammenarbeit mit den Ortsteilen Riedrode und Bobstadt besteht.

Und wie sieht es mit dem Nachwuchs aus? Gibt es da Probleme?

Lambrecht: Wir haben eine starke Kinderfeuerwehr der Vier- bis Zehnjährigen mit 22 Mädchen und Buben. 14 Mitglieder hat die Jugendfeuerwehr. Das sind Kinder und Jugendliche von zehn bis 17 Jahren. Neunzig Prozent davon sind immer da und haben Interesse an der Feuerwehr.

Was gibt es sonst noch für Höhepunkte bei Ihrer Feuerwehr?

Lambrecht: Unser Musikzug ist ein Höhepunkt, da er unter der Leitung von Erik Minder mit 60 Mitgliedern gut aufgestellt ist. Ansonsten wird die Kameradschaft bei uns großgeschrieben. Der Zusammenhalt ist gut, und unsere Altersabteilung trifft sich einmal im Monat. Am Tag der offenen Tür präsentieren wir uns alljährlich der Bevölkerung.

Schembs: Zu erwähnen ist auch noch, dass unser Mitglied Siegfried Gebhardt schon lange Brandschutzerziehung in Kindergärten und Schulen macht und Fortbildungen bei den Senioren. Auch die Ausbildung für Flüchtlinge wird bei Bedarf wieder aufgenommen.

ZU DEN PERSONEN

Wehrführer Simon Lambrecht ist 30 Jahre alt und lebt in Bürstadt. Er arbeitet bei der Werksfeuerwehr von Freudenberg in Weinheim.

Sein Stellvertreter ist Christian Schembs. Der 38-Jährige wohnt auch in Bürstadt. Er ist als Chemikant bei der BASF in Lampertheim tätig. Um in die Wehrführung gewählt zu werden, ist Voraussetzung, dass die Betreffenden in Bürstadt wohnen. (frg)

Das Interview führte Frank Gumbel. © Bürstädter Zeitung

 

 

JHV 2018

 

Brandschutz Simon Lambrecht folgt auf Burkhard Jakob

Neuer Chef führt Wehr in Bürstadt an

21. März 2018Autor: sbo

Bürstadt. Mit zehn Jahren trat Simon Lambrecht in die Bürstädter Feuerwehr ein, jetzt, mit 30, ist er der Chef: Bei der Jahreshauptversammlung wurde er mit großer Mehrheit zum Wehrführer gewählt. Sein Vorgänger Burkhard Jakob hatte schon vor rund einem Jahr signalisiert, dass die Spitze der Einsatztruppe neu besetzt werden muss.

Fünf Jahre war Jakob Wehrführer, zuvor zehn Jahre lang Stellvertreter. „Jetzt sollen Jüngere ran“, fand der Feuerwehrmann mit Leib und Seele – und entschied sich, mit fast 53 Jahren nicht mehr für eine neue Amtszeit anzutreten. „Das wäre dann ohnehin die Letzte gewesen“, zitiert er die Vorschriften.

Mit Simon Lambrecht haben die Bürstädter Brandschützer einen Nachfolger gefunden, der sein Hobby zu seinem Beruf gemacht hat: Er arbeitet bei der Werksfeuerwehr von Freudenberg in Weinheim. Die Bürstädter Truppe hat er von klein auf kennengelernt: in der Kinderfeuerwehr erste Löschübungen gemacht, dann zur Jugendwehr gewechselt, alle entscheidenden Lehrgänge absolviert – und dann so viel Spaß an der Aufgabe gefunden, dass er damit mittlerweile sein Geld verdient. Mit seiner jungen Familie lebt Lambrecht nach wie vor in Bürstadt – und ist einsatzbereit.

Als Stellvertreter steht ihm künftig Christian Schembs zur Seite. sbo

© Südhessen Morgen, Mittwoch, 21.03.2018

 

 

Weihnachten 2017

Weihnachten 2017

 

Scheunenweihnacht

 

Scheunenweihnacht 2017 des Musikzuges der Feuerwehren Bürstadt/Hofheim

Am vergangenen Freitag feierte der Musikzug der Feuerwehren Bürstadt und Hofheim bei Bauer Kühn seinen Jahresabschluss in Form einer Scheunenweihnacht. Hatte man im Vorjahr einen Kegelabend veranstaltet, so sollte dieses Mal ein neues Konzept her, welches voll aufgegangen ist: Um 18 Uhr fanden sich die Musikerinnen und Musiker mit ihren Familien in der Scheune ein. Viele holten sich direkt nach der Ankunft einen Glühwein oder auch Kinderpunsch, um sich erst einmal aufzuwärmen. In der Scheune selbst jedoch war es angenehm warm und so begann der gemütliche Abend, sobald alle einen Platz an den festlich dekorierten Tischen gefunden hatten. Die Nachwuchsmusiker Melissa und Fynn boten  auf der Trommel ein extra für diesen Abend einstudiertes Lied dar, was den Auftakt der Veranstaltung bildete. Im Anschluss an die Begrüßungsworte sprachen noch offizielle Vertreter der Feuerwehren Bürstadt und Hofheim zur versammelten Runde: Sie lobten den Musikzug für die Arbeit, welche über das ganze Jahr hinweg geleistet wird, die vielen Auftritte, mit denen die Feuerwehr nach außen hin repräsentiert wird, und die hervorragende Kameradschaft. Einen besinnlichen Glanzpunkt der Eröffnung setzten drei weitere Musiker der Gruppe: Mit engelsgleicher Stimme sang die 9-jährige Michelle ein vorweihnachtliches Lied, begleitet von David am Cajón und Anja an der Gitarre. Sodann konnte es zum kulinarischen Teil des Abends übergehen. Das reichhaltige Büffet ließ keine Wünsche offen; Kaffee und Kuchen rundeten dieses Angebot dann bestens ab. Jung und alt saßen so noch bis in die späten Abendstunden in geselliger Runde beisammen.

 

Freundschaftsfeier in Wageningen

 

Freundschaftsfeier in Wageningen

Zum Abschluss der Feierlichkeiten anlässlich der 50 jährigen Freundschaft kam es zum Gegenbesuch der Feuerwehrmänner und –frauen in Wageningen.

Dazu begaben sich am Freitag, dem 27.11. zwanzig Mann in zwei Mannschaftsbussen so wie einigen PKW´s auf den Weg nach Holland. Der Anreisetag klang schließlich mit einem gemütlichen Beisammensein bei Bratwurst und Steaks aus.

Am Samstag startete dann das Programm mit einem Besuch der Stadt Wageningen sowie des dortigen Wochenmarktes, wo die Besucher aus Bürstadt Kippeling und holländischen Käse genossen und sich damit auch eindeckten. Am Nachmittag ging es nach einem gemeinsamen Mittagessen in der Feuerwehrkaserne nach Arnheim zur Besichtigung der dortigen „neuen“ Kaserne (2 Jahre alt). In Arnheim sind alle Dienste unter einem Dach (Brandweer, Polizei und Rettungsdienst), desweiteren befindet sich im selben Gebäude die Einsatzzentrale der Region Gelderland-Mitte. Nach dieser sehr interessanten Besichtigung ging es mit einem Zwischenstopp auf dem Universitäts-Campus zurück nach Wageningen.

Am Abend stieg dann die gemeinsame Feier in der Branweerkaserne, wo man bis in die tiefste Nacht bzw. in die frühen Morgenstunden gemeinsam mit den holländischen Freunden das Freundschaftsjubiläum sowie 70 Jahre Personalvereinigung Wageningen feierte. Für das leibliche Wohl sorgte ein Foodtruck unter anderem mit Pulled Pork und verschiedenen Sandwiches.

Unter den Gästen der Veranstaltung befanden sich auch der Bürgermeister von Wageningen sowie ehemalige Feuerwehrkameraden. Natürlich ließen es sich der Bürgermeister von Wageningen sowie Alfred Engert nicht nehmen dieses Ereignis mit einer kleinen Ansprache zu begehen. Die Bürstädter Bürgermeisterin Bärbel Schader musste leider gesundheitsbedingt kurzfristig absagen.

Nach einer kurzen Nacht trat man dann am nächsten Morgen nach einem gemeinsamen Frühstück wieder die Heimreise an; mit im Gepäck neue Eindrücke aus Wageningen und auch neue Freundschaften zwischen holländischen und deutschen Feuerwehrkameraden.

 

Planwagentour 2017

 

Planwagenfahrt des Musikzuges

Am 14. Oktober 2017 zeigte sich der goldene Herbst von seiner besten Seite: „Statt meiner Jacke hätte ich besser eine Sonnenbrille mitgenommen“ sagte ein Musiker.  Der Musikzug unternahm an diesem Tag nämlich einen Ausflug in die Pfalz. Mit dem Zug ging es vormittags nach Freinsheim. Am Bahnhof angekommen, mussten die Musikanten nur kurz warten, da hörte man auch schon das Geklapper der Hufen auf dem Asphalt, denn dann bogen zwei von Pferden gezogene Planwägen um die Ecke. Die Musiker verteilten sich auf die beiden Wägen und es konnte losgehen. Die Fahrt führte sie in die Wingertsfelder außerhalb der Stadt. Während der Tour konnte man sich mit Zwiebelkuchen, Brezeln, Federweißer, Traubensäften und Weinen stärken. Stets stand unterwegs der Kutscher Rede und Antwort, wenn es um Fragen in Sachen Weinanbau und co. ging. Nach der 2-stündigen Tour kamen die Musikanten im Weingut Kreuzhof an. Hier erwarteten sie Pfälzer Spezialitäten und deftige Hausmannskost. So saß man dann noch in geselliger Runde beisammen, bis dann der abschließende Spaziergang durch die Freinsheimer Altstadt den Musikzug wieder zurück zum Bahnhof führte.

 



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