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Ferienspiele 2017

 

Fahrt mit Leiterwagen begeistert

Zwei Stunden Spiel und Spaß bei der Freiwilligen Feuerwehr Bürstadt erlebten zwölf Kinder während der örtlichen Ferienspiele. Der Verein hielt die Jungen und Mädchen mit Feuerwehr-Spielen und mit reichlich Einsatz von Wasser auf Trab. Der Besuch der Atemschutzübungsstrecke sowie die Fahrt mit dem Feuerwehrauto zählten zu den Höhepunkten.

Toben, mit Wasser spielen und dabei das Gefühl haben, ein kleiner Feuerwehrkamerad zu sein - die Ferienspielkinder bekamen dies alles geboten und machten große Augen, als die Flammen aus dem Brandhaus züngelten. Da war Löschen angesagt, die Kinder griffen zum Schlauch und "Wasser marsch". Ruck, zuck war der simulierte Dachstuhlbrand am Übungs-Brandhaus gelöscht.

Um Geschicklichkeit ging es bei anderen Spielen. "Beim Leitergolf müssen die Kinder zwei Kugeln, die über einen Schnurr verbunden sind, auf Leitersprossen werfen", erklärte Michael Bohrer von der Feuerwehr. Gemeinsam mit gut 15 weiteren Betreuern sorgte er dafür, dass es den Kindern nicht langweilig wurde. Beim Wasserfußball ging es spritzig zu, der "Spieler" bekam hier auch mal eine Dusche vom Gegner verpasst, auch wenn eigentlich mit dem druckvollen Wasser aus den Schläuchen der Ball bewegt werden sollte.

Dieser stieß immer mal wieder an die Bande und veränderte die Richtung. "Auch ein Gedächtnisspiel ist im Angebot", so Bohrer. Dort mussten sich die Teilnehmer feuerwehrspezifische Dinge merken und, nachdem diese abgedeckt waren, wiedergeben: ein kleines Feuerwehrauto, einen Schlauch und den Drachen Grisu, der bekanntlich Feuerwehrmann werden wollte. Dann ging es wieder an den Schlauch, eine Zielübung stand an, mit dem Wasserstrahl sollten Klappen umgeworfen werden. Richtiges Augen- und Kräftemaß benötigten die Kinder beim Torwandschießen sowie beim Kegeln.

"Und dann ging es in die Atemschutzstrecke, natürlich nicht in Dunkelheit und ohne jegliche Rauchentwicklung", erklärte Bohrer. Doch auch so war die Übungsstrecke für die Kinder schon imposant und lehrreich. Etwa als sie Kopf voraus durch den vergitterten Tunnel krochen. Die Feuerwehrleute erklärten ihnen dann, dass sie immer mit den Füßen voraus durch einen Tunnel rutschen oder kriechen würden. Dies sei sicherer, weil man ja durch den Rauch und durch Dunkelheit die nahenden Gefahren nicht sehen würde. "Ebenso versuchten sich die Kinder an der Leiter, die endlos weiterläuft", so Bohrer.

Nach wenigen Minuten waren die Kinder schon völlig außer Puste. Dass die Feuerwehrleute hier mit der kompletten Ausrüstung nebst Atemschutz trainieren, konnten die Kinder kaum glauben. Denn diese Konditionsübung war wirklich anstrengend. "Ganz kurz haben wir auch mal das Licht für ein paar Sekunden ausgemacht, damit die Kinder erleben, wie es ohne Licht auf der Strecke ist", erklärte Michael Bohrer.

Besonders begeistert waren die Kinder von der Fahrt mit dem Feuerwehrauto. "Wer Lust hat, kann einfach zu den Gruppenstunden der Kinder oder Jugendlichen kommen", warb Bohrer, der mit Nicole Held und Michael Reichert, den Verantwortlichen der Kinderfeuerwehr, den Tag organisiert hatte.
© Südhessen Morgen, Dienstag, 18.07.2017

 

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